Mehr als Industriekultur: Tipps für das Ruhrgebiet /Heute BOCHUM

Aktualisiert: 27. Feb. 2020

Das Ruhrgebiet hat nicht den besten Ruf. Fragt man Menschen, die das Ruhrgebiet nicht kennen, nach ihren Assoziationen, dann fallen Worte wie 'Hochofen', 'grau' oder 'Fußball'. Das ist nicht vollkommen falsch: Das Ruhrgebiet war das industrielle Zentrum Deutschlands und die Überreste sind noch immer da und bestimmen das Bild. Heute oftmals umgenutzt und Teil der vielfach besprochenen Industriekultur. Im Ruhrgebiet gibt es außerdem viele überdurschnittlich erfolgreiche Fußballvereine. Was wenig verwunderlich sein sollte - immerhin ist es ein günstiger Sport, den auch die 'Kleinen Leute' haben seit den Anfängen Deutschlands beliebtester Sportart finanzieren können.


Als Tourist fährt man nicht ins Ruhrgebiet, weil man etwas Pittoreskes sehen will. Architektonische Schätze wurden flächendeckend im zweiten Weltkrieg zerstört. Man fährt auch nicht hin wegen der guten Luft. Man fährt hin wegen des Gesamterlebnisses. Wegen der Multikulturalität, die neben Berlin und vielleicht Frankfurt so wahrscheinlich einzigartig ist in Deutschland. Wegen der Offenheit der Menschen, die für Zugezogene überraschend ist. Das Schöne: Es ist egal, ob Ihr in einem Hotel in Essen, Bochum oder Dortmund unterkommt - in einem der größten Ballungsräume Europas seid Ihr mit Bus und Bahn äußerst gut und schnell verbunden.


Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser als man glaubt" "Bochum", Herbert Grönemeyer